// // Machbarkeitsstudie Verwaltungsgebäude A Taubenhalde, Bern

Machbarkeitsstudie Verwaltungsgebäude A Taubenhalde, Bern

Die Taubenhalde mit seinen markanten Gebäuden A, B sowie C führt entsprechend den städtebaulichen Vorstellungen der 1960er Jahre die historische Bebauung, die mit dem Bernerhof endet, entlang des Aarehangs fort. Die Verbindung zu den Bundeshäusern ist durch die Kleine Schanze gegeben. Zwischen 1969 und 1975 von den Architekten H. Daxelhofer, H. Haltmeyer und W. Künzi erstellt, prägt das Ensemble Taubenhalde und insbesondere das Gebäude A das prominente Stadtbild und wird am Rande des UNESCO Welterbe-Perimeters der Stadt Bern wahrgenommen. Die grosse Bedeutung der südlichen Stadtansicht lässt die Sensibilität des Ortes erahnen. Als verbindender Übergang nicht nur zwischen den einzelnen Gebäuden, sondern ebenso zwischen Stadtzentrum, Monbijou sowie dem kleinmassstäblichen Marziliquartier liegt der steile und begrünte Aarehang.

In der Machbarkeitsstudie sollte nachgewiesen werden, inwieweit das bestehende Verwaltungsgebäude A mit bundesinterner Büronutzung weiterbenutzt werden konnte. Dabei galt es, die Standards der Arbeitsplätze vom Bund zu berücksichtigen, die von rund 50 % Gruppenbüros gross, 30 % Gruppenbüros mittels sowie 20 % Ein-, resp. Zweipersonenbüros ausgeht. Ergänzt werden diese Büroflächen mit büronahen Sonderflächen.

Die klare Rasterung der Fassade und der inneren Struktur erwies sich in der Bearbeitung des Lösungsvorschlags als Grundlage für eine hohe Flexibilität. An ihr wurde festgehalten. Der Lösungsansatz in den Bürogeschossen folgt zudem dem Prinzip, die bestehenden Trennwände möglichst zu belassen und nur durch eine minimal Bereinigung der inneren Struktur eine Optimierung der Arbeitsplätze zu erreichen. Durch die zusätzliche Öffnung der Flügelstirnen und Anordnung von büronahen Sonderflächen sowie Besprechungsräume jeweils an den Enden der Korridoren werden qualitative und zukunftsfähige Arbeitsplätze (Zellenbüros, Gruppenbüros mittel und Gruppenbüros gross) geschaffen. Die Kapazität der Belegung lässt sich mit 770 Arbeitsplätzen um gut 30 % erhöhen.

Die Frage der Behaglichkeit und des Komforts wurde umfangreich untersucht. In sämtlichen vorgeschlagenen Varianten wurden nicht nur raumakustische Massnahmen vorgeschlagen, sondern bedarfsgerechte Lüftungen vorgeschlagen. Die Materialisierung des Innenausbaus folgt dem Grundsatz der Architektur der 1970er Jahre sowie dem wirtschaftlichen Grundgedanken des Bestandes. Prägende vorhandene Elemente werden weiter verwendet und mit neuen Materialien, die auf eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt sind, ergänzt. 


Adresse

Taubenstrasse 16, 3003 Bern


Bauherrschaft

Bundesamt für Bauten und Logistik BBL


Auftragsart

Machbarkeitsstudie


Planung

2019


Planerteam

Bürgi Schärer Architekten, Bern
Weber + Brönnimann AG, Bern
Basler Hofmann West, Zollikofen
Energie hoch drei, Bern
Grolimund Partner AG, Zürich
SafeTSwiss, Bern


Visualisierung

Bürgi Schärer Architekten


Fotos

SIA-Heft 5, 1975